Aktuelle News

2012-01-25 14:35

GS|MotorradMagazin

Neben seinem Buch, daß unter dem Pseudonym Cubo Bisiani - Der lange Weg nach Kroatien bereits im Januar 2011 erschienen ist. Legt der umtriebige Verleger, Autor und Druckereibesitzer Armin Würfl (seines Zeichens auch Inhaber der MotorTurist d.o.o. & Veranstalter der BMW BikerDays Croatia) nochmal nach.

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2012-01-25 14:30

BMW BikerDays Croatia 2012

Sonne, Meer und kurz vor dem Saisonabschluss ein Motorradtreffen als großes Event? Was für viele Biker wie ein Wunschtraum klingt, wird im kommenden Spätsommer wahr.

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2012-01-20 16:00

Retro-Rovinj-Tour 2012

Die neue Tour für 2012 steht fest: Retro-Rovinj-Tour - Unterwegs auf alten Straßen.
Das ursprüngliche Ziel, das 2011 auf der 2011 = 7 Tage + X [2011km] Reise geplant war, nämlich 2012 - die LongWayToCroatia 12Länder Tour wurde nach der Gründung der MotorTurist d.o.o. gecancelt und nun auf 2013 verschoben. 

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Motorrad-Tourer.com schrieb:

The Long Way To Croatia – Rezension

 

von Fred-D. Zagrodnik – Motorrad-Tourer.com

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, Ewan McGregor und Charley Boorman sind nicht die Hauptakteure des im Dezember 2010 erschienen ersten Bandes in der Reihe „Motorrad | Spuren“ im Complett Verlag. Aber es geht auch um das Thema „Reisen mit dem Motorrad“.
Unter dem Pseudonym Cubo Bisiani trägt der Autor hier mehrere kleine Geschichten zusammen, die er selbst in den vergangenen Jahren im Kreise seiner Familie und Freunde erlebt hat. Wie viele der inzwischen leider immer älter werdenden Motorradfahrer hat auch Cubo Bisiani eine etwa zehnjährige Pause eingelegt, eh er sich nach intrafamiliärer Diskussion und Zustimmung wieder ein Motorrad zulegte. Und wie viele andere Gleichgesinnte bekommt die Idee, zusammen mit Freunden per Motorrad zu verreisen, in seinem Leben eine zunehmende Bedeutung. 

Die Geschichten handeln von den Erlebnissen und Erfahrungen, die die kleine Gruppe auf Ihren Touren nach und in Kroatien sammelte. Dabei legt der Autor weniger auf die klassischen Formvorstellungen – Einleitung, Hauptteil, Schluss – als auf die direkte und ungeschminkte Darstellung der eigenen Empfindungen Wert: Es geht ohne lange Anlaufphasen direkt hinein in die jeweiligen Situationen. Die Leser werden nicht eingeladen, mitzumachen, sondern sind unmittelbar und sofort dabei.
Dabei spüren sie förmlich das Fernweh in den Wintermonaten und die Aufregung und Ungeduld vor der ersten Tour der Saison.  Sie freuen sich über unerwartete Sonnenstrahlen am Morgen der Anreise und möchten am Ende der Reise den Aufenthalt auch am liebsten verlängern. Den Lesern wird hier weder ein Reiseführer für eine bestimmte Region noch eine Darstellung ganz besonderer, extremer Situationen, in die sie eh nie kommen werden, angeboten: Vielmehr werden sie ermutigt, nicht nur von Reisen mit dem Motorrad als einem der letzten verbliebenen Abenteuer zu träumen, sondern eine solche Tour einfach mal anzugehen. 

Insofern ist dieses Buch eine gute Lektüre für diejenigen, die gerne reisen und sich dabei auch die Fortbewegung auf zwei motorisierten Rädern vorstellen können oder auch bereits praktizieren. Dass man gleichzeitig über die zahlreichen Bilder auch einen Vorgeschmack erhält, was einen so im Motorradland Kroatien alles erwarten kann, muss ja auch für die nächste Reiseplanung nicht von Nachteil sein.

 

Wunderwald-Verlag

Rasantes Reisetagebuch: Long Way To Croatia 

Unsere Zeiten sind geprägt von kilometerlangen Wanderungen, um sich selbst zu entdecken und anschließend zu entfalten. Meist äußert sich das in Werken, in denen Sätze wie „zwei Monate per pedes durch die spanische Hitze“ oder „nie war ich mehr bei mir als in der Pilgerherberge am Fuß der Pyrenäen“ nicht fehlen dürfen. Psychologische Erkenntnisse, Blasen und durchgelaufene Schuhe gehören heute anscheinend zu einer Reise, wenn ihre Beschreibung anschließend den Weg in den Handel finden soll.

Doch dann ging es nach Kroatien. Besser gesagt: Armin Würfl flog auf zwei Reifen in den Süden und beschloss, den Leser auf diese Reise mitzunehmen. Ich selbst habe kein Motorrad und bin hohen Geschwindigkeiten gegenüber eher skeptisch. Und ausgerechnet mir stößt dieses Motorradbuch zu? Wird es am Ende die schnelle Erleuchtung mit 200 PS ...? Vor allem: Kann man überhaupt über eine Motorradreise schreiben, deren An- und Abreise gar keine Zeit für philosophische Betrachtungen lässt? - Man kann!

Eigentlich war der Autor seit zehn Jahren PS-abstinent, als 2004 ein Bekannter meinte: „Lass uns doch mal was zusammen unternehmen!“ Eine Motorradreise lag ferner als der Mond, doch tatsächlich dauerte die erste Tour gleich drei Tage, und sogar die Lebensgefährtin des Autors ließ ihn ziehen. Bald stand schon wieder eine Maschine in der Garage, neue Freundschaften ergaben sich. Nicht lange, und eine Reise zur „Perle Istriens“, Rovinji, stand auf dem Programm.

Seitdem gibt es kein Halten mehr. So oft es Job und Familie zulassen, zieht es den Autor mit seinen Freunden in die Ferne. Dieses Gefühl erwartet man gewissermaßen auch von einem guten Reisebuch. Die Spezialität jedoch liegt in der Einladung des Autors an den Leser, ihn zu begleiten. Wer endlose Landschafts- und Geschwindigkeitsbeschreibungen erwartet, wird angenehm enttäuscht, denn die beschränken sich auf kurze Streckenangaben und die Fahrtdauer. Stattdessen lernt man die Motorradgruppe nebst Maschinen kennen, die Eigenarten der Fahrer, ihre Gedanken und auch ihre Entdeckerlust. Denn der Höhepunkt jeder Reise ist nicht das Runterreißen Hunderter von Kilometern, sondern das Gefühl der Gratwanderung. Motorradfahren ist lebensgefährlich, die Verantwortung den Freunden, der Familie und dem eigenen Leben gegenüber zentnerschwer. Entsprechend präzise sind die Vorbereitungen des Autors für eine Reise, die im letzten Moment auch mal verschoben werden muss, weil eine Benzinleitung kaputt ist oder heftige Gewitter die Fahrt zu einer Schlitterpartie werden lassen.

Endlich angekommen, bricht sich die Lebensfreude Bahn. In lockeren Passagen erfährt der Leser, welche Inseln, Sehenswürdigkeiten und Gepflogenheiten hin und wieder liebenswürdig-derb entdeckt werden. Ein verstecktes Café am Straßenrand; das ausgezeichnete Lokal in der Nähe der Unterkunft, in dem man bald auf Du und Du mit dem Wirt ist; das sonnige Küstenwetter, das Mühsal und Sorgen vergessen lässt oder ein Promenadenfest, bei dem zahlreiche Nationalitäten zusammen kommen und sich über Stunden mit Händen und Füßen verständigen. Der Autor Armin Würfl holt den Leser ganz nah ins Geschehen und bleibt lässig, wenn er seine mysteriöse Begegnung mit dem Dalai Lama schildert. Kein gekünstelter Satz, keine hochtrabenden Anschauungen – Abenteuer Motorradfahren pur, frisch von der Leber weg.

Dass der Autor sein Handwerk als Mediengestalter versteht, verdeutlichen schließlich die kristallklaren, punktgenau gesetzten Seiten. Dieses Buch kann man anschauen und lesen, was bei Bildbänden nicht unbedingt immer der Fall ist. 

Fazit: Dieses Buch macht sich ganz besonders gut unter dem Weihnachtsbaum. Motorradfahren ist Leidenschaft! Am Ende des Buches hatte ich schwachen Benzingeruch in der Nase. Vor meinen Augen lockte die kroatische Küste, und sogar eine Ahnung des brummenden Motors klang mir in den Ohren. Locker, witzig, aus dem Leben gegriffen fünf Motorradfahrer zu begleiten, ohne die Couch in der Motorrad freien Zeit verlassen zu müssen, ist nicht nur ein Schmankerl für die Easy Riders unserer Tage.

Michaela Stadelmann, Wunderwald-Verlag